
Verhaltensbedingte Fehler senken – Qualitätsangebot t&t (PDF, 139 KB)
Erfolgreiche abteilungs- oder unternehmensweite Qualitätsoffensiven

EVQ – Einstellung und Verhaltensänderung zur Qualität am Beispiel des Geschäftsbereiches „Kundenspezifischer Lösungen” (PDF, 1,5 MB)

Aspekte eines zukunftsorientierten Qualitätsmanagements (Anklicken zum Vergößern)
Einstellungs- und Verhaltensänderung zur Qualität: EVprocess®Q
Prozessübersicht
Was tun, wenn anstatt „Massenfehler” überwiegend „Einzelfehler” oder „Personenfehler” in Ihrer Qualitätsstatistik aufschlagen und die bewährten Qualitätsmethoden wie Six Sigma, KVP oder EFQM ausgereizt sind?
Um mit dieser Ausgangslage umgehen zu können, sind neue Ansätze gefragt. Für einen weiteren Fortschritt in der Qualitätsverbesserung braucht es eine erfolgreiche Einstellungs- und Verhaltensänderung von Führungskräften und Mitarbeitern. Dies geht aber nicht so nebenbei, sondern benötigt ein strukturiertes und an der Kultur des Unternehmens orientiertes Vorgehen.
Das oberste Ziel muss sein, Risiken zu erkennen, bevor diese zu Fehlern führen können. Durch eine kurze, aber intensive Analyse werden unternehmensspezifische Perspektivmuster® herausgearbeitet, welche die Aufmerksamkeit neu ausrichten und die Zielrichtung des Lernens aufzeigen. Es entsteht ein Prozess, der auf Prävention ausgerichtet ist, und für den es vor allem das Erfahrungswissen der Mitarbeiter und Führungskräfte braucht.
Dabei ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, eine wirkliche, offene Lernhaltung bei allen Beteiligten zu schaffen.
Nur dann gelingt es, in einem Unternehmen offen und fair über Fehler zu sprechen und eine positive Fehlerkultur aufzubauen. Möchte man ständig sinkende Fehlerzahlen haben, so nutzt es wenig, Druck auf zubauen und Sanktionen zu verhängen. Management und Mitarbeiter in einer „Verantwortungsgemeinschaft Qualität” zu vereinen, ist dagegen das Ziel.
In den meisten Unternehmen wird der Produktivität die höchste Aufmerksamkeit zu teil. Es werden viele Anstrengungen unternommen, diese zu stabilisieren oder noch weiter zu verbessern. Dabei wird meist unterstellt, dass die Qualität natürlich nicht beeinträchtigt werden darf oder sich diese sogar noch verbessern soll. Qualität wird oft vorausgesetzt oder als „normal” hingenommen, fristet in der Wahrnehmung der Führungskräfte und Mitarbeiter aber in Wirklichkeit ein eher untergeordnetes Dasein.
Ein neues Verständnis zu schaffen, in dem Produktivität und Qualität keine konkurrierenden Werte sind, sondern gemeinsam für das Optimum gelernt wird, ist ein Entwicklungsprozess, den es sich lohnt, anzustoßen und weiterzuverfolgen.
Wenn Sie von dem, was Sie bisher getan haben, mehr tun, haben sie nicht automatisch mehr Erfolg. Statt „mehr desselben” zu tun, ist es sinnvoll, etwas „anders” zu tun. Um einen neuen, nachhaltigen Erfolg zum Thema Qualität zu erzielen, ist es daher wesentlich, Unterschiede zu dem bisher Gewohnten herzustellen. Es muss etwas wahrnehmbar anders gemacht werden als zuvor, denn ohne erlebbare Unterschiede wird keine Veränderung wirksam. Solche Unterschiede kann man bewusst generieren.
Unser Anspruch ist, dass der Einstellungs- und Verhaltensänderungsprozess zur Qualität dabei keinesfalls mit bestehenden Prozessen konkurrieren soll, sondern eine Weiterführung und Ergänzung darstellt.
Mit dieser Haltung und mit dem Erfahrungsschatz aus vielen Beratungsprozessen wird EVprocess®Q zu einem ganzheitlichen, Schnittstellen und Kultur umfassenden Ansatz. Wir richten unsere Aufmerksamkeit auf die Systemdynamiken, Strukturen und relevanten Gewohnheitsmuster, die es für wirkliche Veränderung braucht und setzten dort die geeigneten Stellhebel an.
Ziele
Die 10 wichtigsten Ziele von EVprocess®Q:
- Ihre Qualitätsrisiken analysieren, in Perspektivmuster überführen und in die Aufmerksamkeit von Führungskräften und Mitarbeitern rücken
- Einheitliches Verständnis und einen gemeinsamen Blick für Fehlerquellen bei allen Hierarchieebenen schaffen
- Moderne Führungsinstrumente: Zwischen den Leitplanken „Konsequenz” und „Partnerschaftlichkeit” führen
- Lernende Organisation: Innovative Tools für den gemeinsamen Lernprozess aller Hierarchieebenen nachhaltig anwenden
- Wirkliche Verhaltensänderung: Die Lernbereitschaft der Menschen als Antrieb zur Veränderung erkennen und nutzen
- Unternehmensleitsätze zur Qualität glaubhaft leben
- Wertschätzende Kommunikationskultur: Offenen Umgang in einer neuen Qualitätsgemeinschaft leben
- Produkt-, Prozess- und Systemqualität im Blick aller Beteiligten: Mit EVprocess®Q schneller, profitabler und risikofreier agieren
- Nachhaltigkeit: Verbindlichkeit und Standards verankern und leben. Neue Ziele (Levels) beschreiben und ansteuern
- Effizientes Erfolgs-Controlling: „Weiche” Faktoren lassen sich an „harten” Qualitätskennzahlen messen
Nutzen
Eine Auswahl des Nutzens, den Ihnen EVprocess®Q bieten kann:
- Nachhaltige Senkung von Mängeln / von Reklamationen / der ppm-Rate
- Prävention und Risikofrüherkennung, um Risiken zu beseitigen, bevor Fehler entstehen
- Kostenbewusste Nutzung der auf Qualität verwendeten Ressourcen
- Keine Konkurrenz zwischen Produktivität und Qualität, denn Effizienz wird als höchster Wert und als oberstes Ziel verstanden
- Zieldienliche Kommunikation und Führung für eine gute Lern- und Verbesserungskultur
Mehrwert
Sehen Sie hier den Mehrwert von EVprocess®Q:
EVprocess®-Begriffe
Perspektivmuster®
Muster sind eine Wiedererkennungsvorlage, und sie richten unsere Aufmerksamkeit in die gewünschte Richtung. Das kennen wir alle: Wenn ich etwas suche und ich habe das falsche Muster in meiner Vorstellung, werde ich es nicht finden.
Wenn man problematische Gewohnheiten eingrenzt, kann man daraus ein Muster generieren, wie es nicht sein soll. Für Lernprozesse ist es aber hilfreicher, eine Vorstellung zu entwickeln, wie es sein soll. Um diese Zielvorstellung griffig zu beschreiben, kreieren wir aus den identifizierten hinderlichen Gewohnheitsmustern so genannte Perspektivmuster®. Diese dienen als eine Art Mustervorlage, in deren Richtung sich Einstellungen und Verhalten entwickeln können.
Lernhaltung
Der provokante Satz von Fritz Simon bringt es auf den Punkt: „Wissen macht lernbehindert”. Die Haltung des Nicht-Wissens, des Zurückstellens von Bewertungen und die Absicht, sich nicht mit vordergründigen Erklärungen zufrieden zu geben, machen eine offene Lernhaltung aus.
Lernen ist ein fester Bestandteil unseres Lebens, da sich unsere Umwelt und wir selbst uns ständig verändern. Jedoch bedeutet Lernhaltung mehr als nur Lernen im engeren, „schulischen” Sinn. Eine Lernhaltung kann man aktiv einnehmen, sie lässt sich formen, weiterentwickeln und im Alltag leben.
Fehlerkultur
Wenn Unternehmen viel Zeit und Kraft darauf ver(sch)wenden bei auftretenden Fehlern nach dem Schuldigen zu suchen und dann die „Fehlerkeule” auspacken, entsteht eine Atmosphäre der Vertuschung und des Wegschiebens von Verantwortung.
Statt nach dem Verursacher zu suchen und dabei lediglich schuldbeladene Diskussionen zu provozieren, ist es zieldienlicher, aus einer Lernhaltung heraus zu fragen: „welche Risiken haben zu diesem Fehler geführt?” oder „welche Personen haben warum welchen Beitrag dazu geleistet?”.
Es muss möglich sein, Fehler ohne Sanktionsgefahr offenbaren zu können, um gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Wir unterstützen Sie dabei eine Lernhaltung zu entwickeln, die eine solch offene und effektive Fehlerkultur ermöglicht.
Optimum
So ist es häufig: Die Produktion produziert, die QM/QS kümmert sich um Qualität. Wenn man viel und schnell produziert, wird die Qualität schlechter. Die „Qualitäter” finden wieder mehr Gehör und die Produktion fürchtet um ihre Produktivzahlen. Qualität und Produktivität sind in vielen Unternehmen zwei Werte, die nicht gut zueinander finden. Aus unserer Sicht ist es wichtig, die scheinbar konkurrierenden Werte zusammenzuführen. Das Ziel muss heißen, ein Optimum anzustreben. Beide Werte gleichberechtigt zu bedienen. Dabei ist ausschlaggebend, wie Führungskräfte damit umgehen.
Wie nehmen die Mitarbeiter die Haltung ihrer Führungskräfte zu diesen beiden Werten in Ihrem Arbeitsalltag wahr? Ist Qualität wirklich gleichwichtig mit Produktivität, oder steht das nur auf einem Hochglanzschild, welches in der Produktionshalle hängt? Wir unterstützen sie dabei, eine klare, transparente Kommunikation aufzubauen, die beiden Werten gerecht wird.
Unterschiede
„Ich glaube nicht, was du sagst, denn ich sehe, was du tust!” So oder ähnlich könnte die Zusammenfassung vieler Kommentare von Mitarbeitern nach der Einführung neuer Prozesse lauten. Um eine wirkliche und wirksame Veränderung in Gang zu setzen, bedarf es wahrnehmbarer Unterschiede gerade im Verhalten der Führungskräfte.
Die Mitarbeiter müssen spüren, dass sie selbst, ihre Meinung und ihre Kompetenz wahrgenommen werden. Wenn Mitarbeiter erleben, dass sie im Unternehmen wirksam sein können, dann lebt der Prozess durchs Tun. Hier sind es manchmal Kleinigkeiten, die einen echten Unterschied abbilden.
Im Qualitätsprozess setzen wir somit auf sinnvolle, erlebbare Veränderungen, die sich durch einen Top-Down-Prozess durch alle Hierarchieebenen ziehen.

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