Kategorie: Arbeitssicherheit

Buchtipp: Führung und Zusammenarbeit in Managementsystemen

Führung und Zusammenarbeit in Managementsystemen

Herzlichen Glückwunsch an unsere langjährige Kollegin Susanne Petersen zum Erscheinen ihres ersten Buches „Führung und Zusammenarbeit in Managementsystemen: Der Faktor Mensch in der ISO 9001, ISO 14001 und OHSAS 18001“! Hut ab vor der Leistung, das große Feld der Managementsysteme mit systemischem Denken zu verknüpfen. Ein absolut lesenswerter Überblick mit vielen Praxisbeispielen dazu, wo die (zwischen-)menschlichen Fußangeln beim Ein- und Durchführen von Arbeitssicherheit, Qualität oder Umweltschutz liegen. Angereichert ist das Buch mit Cartoons von unserer Zeichnerin Iris Zerger.

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Impressionen von der Préventica in Lille

Einige Impressionen von der französischen Arbeitsschutz-Messe Préventica in Lille, auf der t&t Beraterin Astrid Selbach vom 7. bis 9. Juni 2016 einem interessierten Publikum unseren Prozess zur Einstellungs- und Verhaltensänderung in der Arbeitssicherheit (EVprocess®A) vorgestellt hat.

An jedem der drei Messetage stellte ich unser Produkt in einem halbstündigen „Atelier Solution“ vor. Zwischen 30 und 60 Personen hörten je Vortrag zu, schrieben fleißig mit oder machten Fotos. Das Interesse spiegelte sich auch in den Gesprächen, die sich im Anschluss ergaben.
Insgesamt eine sehr professionell organisierte Messe, bei der viele Entscheider unter den Besuchern zu finden waren.

Préventica Lille #1

Préventica Lille #2

Préventica Lille #3

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t&t auf der internationalen Sicherheitsmesse Préventica in Lyon

t&t ist in dieser Woche in Form von Geschäftsführer Dirk Taglieber und Astrid Selbach auf der diesjährigen internationalen Sicherheitsmesse Préventica in Lyon vertreten, um dort unser Arbeitssicherheitskonzept EVprocess®A vorzustellen. Hier einige Eindrücke vom dortigen Geschehen.

t&t auf der Préventica

t&t auf der Préventica

t&t auf der Préventica

t&t auf der Préventica

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Arbeitssicherheit ist Führungsaufgabe!

Dirk Taglieber - Arbeitssicherheit ist Führungsaufgabe

Dirk Taglieber - Arbeitssicherheit ist Führungsaufgabe

Über 120 Ingenieure in Führungspositionen inklusive Vorstand folgten dem Vortrag von Dirk Taglieber bei dem diesjährigen Ingenieurbautag eines großen Bauunternehmens zum Thema „Arbeitssicherheit als Führungsaufgabe“.

„Jedes Unternehmen hat eine bestehende Arbeitssicherheitskultur, die von allen Beteiligten bewusst oder unbewusst erlebt, gesehen und gestaltet wird – ob man will oder nicht!“, betonte Taglieber. Daher wolle er die Teilnehmer zur Nachdenklichkeit einladen, an welchen Stellen oder Situationen jeder einzelne selbst im Alltag positive oder negativ-wirkende Beiträge zur Arbeitssicherheitskultur leiste.

Anhand verschiedener Beispiele veranschaulichte Dirk Taglieber, wie tagtäglich positive Sicherheitsimpulse gesetzt werden können und erklärte so mit hohem Praxisbezug die Philosophie und die in Veränderungsprozessen wie EVprocess®A angewendeten Methoden und Instrumente seines Beratungsunternehmens t&t Organisationsentwicklung.

So beschrieb er eine Auswahl von zielführenden Arbeitssicherheitssignalen wie das konsequente Ansprechen von Risiken bei den Mitarbeitern, die Einführung und regelmäßige Durchführung von Risiko-Lerngängen® oder die Behandlung von Arbeitssicherheitsthemen in Besprechungen als TOP 1.

Mit dem Fazit „Alles was positive Aufmerksamkeit auf Arbeitssicherheit lenkt, ist hilfreich und zielführend“ brachte Dirk Taglieber seine Ausführungen auf den Punkt.

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Toller Erfolg für die Landesforsten Rheinland-Pfalz: Forstamt Hinterweidenthal ein Jahr ohne Unfälle mit Ausfalltag

Von unsrem Kunden Landesforsten Rheinland-Pfalz erreichte uns kürzlich die freudige Nachricht, dass im Forstamt Hinterweidenthal die tolle Leistung vollbracht wurde, ein ganzes Jahr ohne Unfall mit Ausfalltag zu arbeiten. Und dass, obwohl eine sehr große Zahl an Festmetern in der Holzernte (mit Motorsäge und Co.) geleistet wurde. In Hinterweidental haben wir in 2011 unseren EVprocess®A als Pilotprojekt eingeführt, dass er dort so positiv aufgenommen wurde und man sich bereits nach zwei Jahren mit dieser tollen Zwischenbilanz für die stetigen Bemühungen zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der Sicherheitskultur belohnt hat.

Einen spannenden Einblick in die Wirkungsweise des EVprocess®A und den Bemühungen zum Thema Sicherheit bei Landesforsten Rheinland-Pfalz bietet der Artikel „Risiko-Lerngang® im Zentrum“, der in der Forstinfo 04/2012 erschienen ist und sich umfassend mit der Historie der Zusammenarbeit zwischen Landesforsten RLP und t&t auseinandersetzt.

Bisherige Ansätze zur Unfallprävention führen nicht mehr zu einer signifikanten Absenkung der Unfallereignisse und der unfallbedingten Ausfallzeiten bei Landesforsten. Der Träger der Unfall- versicherung im Staatswald verlangt Veränderungen. Durch führungsorganisatorische Maßnah- men sind möglicherweise deutliche Präventionseffekte zu erreichen. Eine auf Wertschätzung aufbauende Kommunikation bringt mittel- bis langfristig eine Veränderung der Unternehmens- kultur mit sich. Als Indikator für die Zielerreichung sollen die unfallbedingten Ausfallzeiten bis zum Jahr 2015 um 30% gegenüber dem Referenzjahr 2009 gesenkt werden.

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Unterweisungen in der Arbeitssicherheit… aber bitte mit Sahne. Oder: Die Kür nach der Pflicht

Unterweisungen in der Arbeitssicherheit sind Pflicht. Doch sie sind oft so trocken, wie ein ausgetrocknetes Flussbett. Um dies zu ändern, haben wir ihnen 3 Empfehlungen zusammengestellt.

Doch zunächst zur Pflicht.

Vor der Kür: Das Thema Arbeitssicherheit hat auch eine wichtige rechtliche Dimension. Wer sich formal nicht ordentlich abgesichert hat, kann leicht mit rechtlichen Folgen konfrontiert werden. Um „Freiheitsgrade“ bei den anstehenden Unterweisungen zu erlangen, braucht es ein solides Fundament. Das bedeutet, zunächst alles zu unternehmen, was nachweislich dokumentiert, dass Mitarbeiter die notwendigen Informationen zu ihrer Sicherheit erhalten haben: Hinweise verschriftlichen, unterschreiben lassen, Aushänge machen, Warnschilder aushängen, und so weiter. Hier ist unseres Erachtens nicht wichtig, ob man dies für Unfallvermeidung für effektiv hält, sondern dass man auf der formal sicheren Seite ist, von wo aus nun wirkungsvollere Wege beschritten werden können (die Kür nach der Pflicht).

Nun zur Kür:

  1. Nicht jede Unterweisung muss man selbst erfunden haben. Häufig hat man Themen, die in anderen Bereichen ebenfalls relevant sind und dort schon abgehandelt wurden. Material und methodisches Vorgehen sind schon entwickelt und können anderen zur Verfügung gestellt werden. Das will aber organisiert sein. Sinnvollerweise sollte daraus ein Wissensmanagement inklusive einer Materialbörse entstehen, das zur Schatzkiste für das ganze Unternehmen werden kann.
  2. Aus einer „Pflichtübung“ kann nur eine anregende Veranstaltung werden, wenn die Unterweiser glauben, dass es wichtig und richtig ist, auf Gefahren aufmerksam zu machen. Viele haben selbst schlechte Erfahrungen mit langweiligen und belehrenden Veranstaltungen gemacht und scheuen sich nun, ihren Mitarbeitern dasselbe zuzumuten. Gerade der belehrende Ton ist unter erwachsenen Menschen verpönt und trifft häufig auf innere rebellische Gefühle der Ablehnung. So kommen Botschaften nicht an. Es wird eine Kommunikation „auf Augenhöhe“ gebraucht, die man erst lernen muss, die aber auch in anderen Kontexten Führen effizienter macht. Zudem sollte die Führungskraft eine gute Sensibilität für Gefährdungen und Gefahrenstellen entwickelt haben. Die EVprocess®A Gefährdungsmuster sind hier gute „Hinweiser“. Mit ihrer Hilfe kann man eine „Gefährdungslandschaft“ für den eigenen Zuständigkeitsbereich erstellen. Auch „Betroffene“, die von einem eigenen Unfall (oder Beinaheunfall) berichten können, erzeugen lebensnahe Wirkung.
  3. Nicht zuletzt brauchen Meister auch Handwerkszeug beim Umgang mit Gruppen von Mitarbeitern. In der Gruppe gibt es andere Dynamiken als im Einzelgespräch. Man braucht Ideen wie man mit „Viel-Sprechern“, „Gar-nicht-Sprechern“, „Wichtigmachern“, Bagatellisierern und „Killerphrasendreschern“ umgehen kann, wie man eine Gruppe aktivieren kann und wie man einen guten Spannungsbogen hin bekommt.
    Daher sollte ein Workshop für Meister genau diese Methoden modellhaft abbilden.
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VDSI-Vortrag: „Einstellungs- und Verhaltensänderung zur Arbeitssicherheit als Lernprozess in Unternehmen“

Arbeitsunfälle sind heutzutage in den seltensten Fällen rein technisch bedingt. Ihre Ursachenkette umfasst in der Regel viele Faktoren, wobei verhaltensbedingte Ursachen eine immer wesentlichere Rolle spielen. Die Reaktionen der Führungskräfte und Mitarbeiter bei verhaltensbedingten Unfällen sind vielfältig und können von Ignorierung bis hin zum Aufbau von Druck oder Sanktionen reichen, mit jeweils unterschiedlichen, aber durchaus kurzfristigen Wirkungen. Häufig lässt sich dann beobachten, dass sich Führungskräfte und Mitarbeiter eine „Scheinwelt” aufbauen, die zwar für das Management kurzfristig gut aussieht, in Wirklichkeit aber arbeiten sie nach wie vor so weiter wie zuvor. Wenn dann plötzlich ein schwerer Unfall passiert, bricht diese „Scheinwelt” in sich zusammen und die Suche nach Schuldigen beginnt. Statistiken belegen, dass heute fast 90% der Arbeitsunfälle einen verhaltensbedingten Hintergrund haben; ein Wert, der zwangsläufig die Frage aufwirft, wie und mit welchen Mitteln ein Plus an sicheren Verhaltensweisen und Zuständen in den Betrieben erreicht werden kann?

Hilfestellung bei der Beantwortung dieser Frage lieferte in ihrem Vortrag Frau Claudia Metzger von der Fa. t&t Organisationsentwicklung GbR, einem auf die Durchführung von Prozessen zur Einstellungs- und Verhaltensänderung in Unternehmen zu den Themen Arbeitssicherheit, Qualität, Effizienz und Führung spezialisierten Beratungsunternehmen mit Sitz in Hainfeld.

In vielen Betrieben stellt das Führungsmittel „Unterweisung“ die einzige Einflussnahme von Unternehmern und Führungskräften auf das sicherheitsgerechte Verhalten der Mitarbeiter dar. Schulungen und Unterweisungen gelten dabei als die wichtigsten Instrumente, dass Beschäftigte die Arbeitsschutzmaßnahmen richtig verstehen und sich sicherheitsgerecht verhalten. Dabei ist zu beobachten, dass eine immer weitere Intensivierung von Schulungs- und Unterweisungsmaßnahmen in den Unternehmen häufig nicht zu den gewünschten Erfolgen führt, da keine echten, nachhaltigen Veränderungen erreicht werden. Möchte man ständig sinkende Unfallkennzahlen erreichen, die auch halten, was sie versprechen, muss man sich primär mit einer Einstellungs- und Verhaltensänderung von Führungskräften und Mitarbeitern beschäftigen. Dies geht aber nicht so nebenbei, sondern benötigt ein strukturiertes und an der Kultur des Unternehmens orientiertes Vorgehen.

Das von der t&t entwickelte Programm „Einstellungs- und Verhaltensänderung in der Arbeitssicherheit“ (kurz „EVA“) unterstützt die Betriebe dabei, neue zieldienliche Einstellungen und sichtbare Verhaltensweisen aufzubauen, die wirklich eine positive Veränderung bei Führungskräften und Mitarbeitern bewirken und die gleichzeitig, bei entsprechendem Engagement des Betriebes, nachhaltige Wirkung zeigen. Da hierbei alle Hierarchieebenen aktiv eingebunden sind, ist es möglich, eine echte, lebendige Arbeitssicherheits-Kultur im Unternehmen aufzubauen. Dabei werden zunächst in den Betrieben die sog. förderlichen und hinderlichen Kulturelemente der bestehenden Organisation analysiert, die stets in Wechselwirkung zu einer Arbeitssicherheits-Kultur stehen. Darauf aufbauend werden betriebsspezifische, passende Ziele definiert und problematische Gewohnheitsmuster identifiziert, die in positive Zielbeschreibungen (Perspektivmuster) umgewandelt werden. Dabei können bereits vorhandene Arbeitssicherheits-Strukturen und Prozesse auf ihre optimale Zieldienlichkeit geprüft, neue entwickelt oder ergänzt werden.

Zunächst müssen also problematische Gewohnheitsmuster für die Führungskräfte und Mitarbeiter erkennbar werden, denn nur wer Verhaltensweisen und –muster, die zu Unfällen führen können, rechtzeitig erkennt, kann handeln, bevor ein Unfall passiert. Das Programm liefert hierzu eine Plattform (Gefährdungsmuster), auf der unsichere Zustände und Handlungen oder Verhaltensmuster im Verlaufe von regelmäßigen Rundgängen identifiziert und analysiert werden können und – damit auch besprechbar machen. Führungskräfte und Mitarbeiter erfahren dabei auch, was die Wahrnehmung solcher Verhaltensweisen für sie in der Vergangenheit erschwert oder gar nicht erst erlaubt hat. Die von t&t entwickelten Gefährdungsmuster verändern die Wahrnehmung im Alltag und schaffen ein neues Risiko-Bewusstsein und einen verstärkten Blick für Unfallgefahren. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Standardisierung: Nur regelmäßig nach einem einheitlichen Muster durchgeführte Rundgänge, deren Ergebnisse wiederum regelgeleitet in die Weiterentwicklung der Rundgänge einfließen, gewährleisten eine dauerhafte Entwicklung.

Das Erfolgsversprechen der von t&t entwickelten Prozessführung basiert nicht nur auf der Verbesserung der spezifischen Kennzahlen, sondern auch auf der Entwicklung einer Lernhaltung in den Betrieben, die für Bewegung und Veränderungsbereitschaft im Unternehmen sorgt. Hier lernen Führungskräfte, Sicherheitsfachkräfte und Mitarbeiter, sich nicht von ihrer wissenden sondern von ihrer lernenden Seite zu zeigen. Bei einer (gemeinsamen) Entwicklung von sogenannten „Lernplattformen“ oder „Lernsettings“ werden die vorab als kritisch identifizierten Verhaltensweisen hinterfragt und es werden gemeinsam Zielvereinbarungen zu einem sicherheitsgerechten Verhalten definiert und getroffen. Alle Hierarchieebenen und Mitarbeiter werden dabei für Risiken (Handlungen & Zustände) sensibilisiert und aktiv in einen ständigen Lern- und Verbesserungsprozess einbezogen. Die Kultur, dass man gemeinsam nach Risiken forscht und nur gemeinsam etwas bewegen kann, wird deutlich angeregt. Gemeinsames Verständnis und Handeln (Führung und Mitarbeiter) in Arbeitssicherheit entwickelt sozusagen eine „Verantwortungsgemeinschaft Sicherheit”. Dabei ist ein Kommunikationsverhalten von Vorteil, das geeignet ist, Akzeptanz beim Gegenüber zu erzeugen, weshalb im Rahmen des vorgestellten Programms explizit am Kommunikationsverhalten der Teilnehmer gearbeitet wird.

Verhaltenswissenschaftliche Methoden und ein hoher Anspruch an Praktikabilität im Unternehmensalltag liefern ausreichend Gründe, warum eine wertschätzende und anerkennende Arbeitssicherheitskultur einer eher auf Druck basierenden Einforderung von sicherheitskonformem Verhalten vorzuziehen ist. Die Erreichung der Zielsetzung einer nachhaltigen Einstellungs- und Verhaltensänderung zur Arbeitssicherheit hängt entscheidend von der Führungskultur im betrachteten Betrieb ab. Das Programm unterstützt dabei eine moderne Führungskommunikation, um Akzeptanz für Verhaltensänderungen zu erzeugen und Grenzen eindeutig zu markieren. Dabei sind partnerschaftliches und verbindliches Führen wichtige Bausteine auch im Kontext von Arbeitssicherheit. Klare und anerkennende Kommunikation wird gelebt und fortlaufend ausgebaut. Schon vorhandenes, richtiges Verhalten wird gestärkt – die Motivation für sicheres Arbeiten wächst und wird ständig lernend thematisiert. Arbeitssicherheit erlangt als Wert eine hohe Priorität.

Nur ein gelebter, wahrnehmbarer Arbeitsschutz lässt nachhaltige Effekte erzielen und die Kultur in die gewünschte Richtung entwickeln. Hierzu braucht es Führungskräfte (aller Ebenen), die den Arbeitsschutz konkret erlebbar in ihr Führungshandeln und in ihre Führungskommunikation einbauen. Die Position der Sicherheitsfachkräfte und Sicherheitsbeauftragten wird bei der Anwendung des Programms gestärkt durch ein deutlicheres (Vor-)leben und Einfordern von sicherheitskonformem Verhalten durch die Führungskräfte. Führungskräfte und Mitarbeiter entwickeln gleichzeitig ein größeres Bewusstsein für Arbeitssicherheit – die Arbeit der Sicherheitsverantwortlichen wird aktiv angefordert. Verstöße gegen Arbeitssicherheit werden von der Unternehmensleitung und den Führungskräften zu verstehen versucht und wenn nötig deutlicher sanktioniert, sicherheitskonformes Verhalten hingegen positiv verstärkt.

Quelle: VDSI Bezirksgruppe Bergisches Land (Download im PDF-Format); Homepage: www.vdsi.de

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Veranstaltungshinweis: Der Sicherheits-Fachkongress 2011

Parallel zur Messe „Sicherheit 2011“ in Zürich findet der grösste Sicherheits-Fachkongress im deutschsprachigen Europa statt: Weit über 1000 Teilnehmer, zirka 100 Referenten, während vier Tagen.

Der SICHERHEITS-Fachkongress 2011 ist mit seinen 20 Halbtagesveranstaltungen thematisch vielfältig und mit namhaften Referenten und Experten besetzt. Wer sich im Bereich der Sicherheit vertieftes, praktisches Wissen holen will, findet unter dem breiten Angebot an Themenschwerpunkten bestimmt etwas passendes. Das vollständige Programm mit direkten Anmeldemöglichkeiten ist über diesen Link zu erreichen.

Der Fachkongress ist nicht nur ein hochkarätiges Plenum zur Informationsvermittlung. Er ist vielmehr auch ein wichtiges, nationales Forum für den Informationsaustausch von Fachleuten der Sicherheitsbranche. Die Teilnehmer profitieren vom Erfahrungsschatz und Know-How der Referenten und können die errungenen Informationen für ihre tägliche Arbeit aber auch als Basis für mittel- und langfristige Entscheide einsetzen. Die MediaSec AG als Organisator des Kongresses rechnet mit zirka 1300 Teilnehmern.

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„Einstellungs- und Verhaltensänderung zur Arbeitssicherheit“ Vortrag vor der VDSI-Bezirksgruppe Wuppertal

„Eigentlich“ ging es beim VDSI-Vortrag von Claudia Metzger, die der Einladung der Bezirksgruppe Wuppertal gefolgt war, um das Thema „Senkung verhaltensbedingter Unfälle“.
Ganz schnell war man dann aber bei der Rolle und Positionierung der Sicherheitsfachkräfte im Unternehmen. Intensiv diskutierten die Beteiligten, wie sie Arbeitssicherheitsprojekte initiieren können, wenn die Top-Ebene nicht mitziehen möchte. Insbesondere die Vertreter verschiedener Zeitarbeitsfirmen berichteten von ihrem Dilemma, wenig Einflussmöglichkeiten auf das Arbeitssicherheitsverhalten und die Verantwortungsübernahme ihrer Kundenfirmen zu haben. So schilderten sie, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert seien, einerseits von ihren „verliehenen“ Mitarbeitern sicheres Verhalten auf die Distanz hin einzufordern, andererseits bei den – sich häufig quer stellenden – Kundenfirmen sicheres Arbeitsverhalten zu ermöglichen.

Als Weg aus diesem Dilemma, wurde seitens Frau Metzger empfohlen, frühzeitig Service Level Agreements zu beschreiben und diese mit dem Auftraggeber abzustimmen. Desgleichen für die Thematik, mit der sich viele interne wie externe Sicherheitsfachkräfte konfrontiert sehen, dass Führungskräfte sehr schnell dabei sind, die Verantwortung für das Thema auf die Fachabteilung zu schieben.
Die Anregung, sich im Rahmen einer Auftragsklärung zu positionieren, wann, wo und wie hoheitliche Aufgaben übernommen werden und wann, wo und wie die Sicherheitsfachkraft als Dienstleister auftritt, wurde vom Großteil der Teilnehmer begrüßt. Service Level Agreements zu beschreiben – eine Idee, die viele Teilnehmer dankbar mit auf den Weg nahmen.

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Vortrag von t&t bei der VDSI-Bezirksgruppe Schleswig-Holstein

Zu einer Fortbildungsveranstaltung trafen sich die Mitglieder der VDSI- Bezirksgruppe Schleswig-Holstein im April auf der Lürssen Kröger Werft in Schacht-Audorf. Werft-Geschäftsführer Rolf Leger begrüßte die Teilnehmer und stellte ihnen das Unternehmen vor, danach stand eine Besichtigung des Werftbetriebs auf dem Programm. Die Werft kann mit ca. 600 Beschäftigten ein bis zwei Megajachten mit einer Länge bis zu 70 Metern fertigen und dabei auf alle extravaganten Wünsche ihrer Kunden eingehen; sie hat eine Ausbildungsquote von zehn Prozent und betreibt zusammen mit der FH Kiel das Duale Studium.

Nach einem reichhaltigen Mittagsimbiss, für den sich die Teilnehmer noch mal bedanken, hielt Gabi Lorenz von der Firma t&t einen Vortrag zum Thema „Einstellungs- und Verhaltensänderung zur Arbeitssicherheit“. Gabi Lorenz stellte dabei kein neues Konzept vor, das andere ablösen soll. Vielmehr ging es ihr darum, die bestehen- den Konzepte der Firmen, deren Sicherheitsfachkräfte Publikum ihresVortrags waren, um eine neue Idee zu ergänzen: um Verhaltensände- rungen aller an der Arbeitssicherheit beteiligten Personen. Kurz: Vom Chef zum Arbeiter – sicheres Verhalten für/von jedermann.

Dieses Treffen der Bezirksgruppe Schleswig-Holstein wird den Teilnehmern daher nicht nur in guter Erinnerung bleiben, sondern sie sicher auch noch lange beschäftigen.

» Download des Original-Artikels als PDF (393 KB)

(Text von Kay Rath, ursprünglich erschienen in „VDSI aktuell“)

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